Freitag, 21. April 2017

Bei den Hühnern.

Wie Sie Ihr Frühstücksei im 7132 Hotel geniessen möchten, können Sie gerne wünschen. Aber nicht, woher es kommen soll. Denn die Eier kommen ausschliesslich aus Vals. Wir sind zu Besuch auf dem Hof von Silvia und Armando Furger, wo ihre Hühner jeden Tag frische Eier für das 7132 Hotel legen.

«Unsere Nachbarin nennt sie ‚Gebirgsinfanterie-Hühner’, weil sie sich auf dem Hang hinter ihrem Stall so wohl fühlen» erzählt uns Frau Furger. Von ihrem Hang aus neben dem Peilerbach haben gut 200 Hühner und ein Hahn einen herrlichen Ausblick über die typischen Valser-Dächer aus Valserquarzit-Platten. Und sehen sogar das 7132 Hotel am Anfang des Dorfes.

Seit über 30 Jahren hat Familie Furger Hühner auf ihrem Biohof. Am Anfang waren es sechs Hennen, nur für den Eigengebrauch. Daraus wurden bald mal zwölf, dann 50 und heute sind es gut 200. Nebst den Hühner befinden sich noch knapp 20 Stück Vieh auf dem Hof, der vom jungen Kevin Stoffel als Pächter bewirtschaftet wird. Aber um die Hühner und ihre Eier kümmern sich hauptsächlich immer noch Silvia und Armando Furger.

Täglich um 5 Uhr morgens schaltet Armando Furger bei seinem Gang zu den Tieren das Licht im Hühnerstall ein. So gegen 9 Uhr werden die Eier zum ersten Mal geholt. Von den Legenestern rollen die Eier ins Auffanggitter und werden dort von Hand eingesammelt. Dies macht Armando Furger jeden Tag noch drei bis vier Mal, damit keine Eier kaputtgehen. Gut 90% der Eier werden am Vormittag gelegt, einige auch noch am Nachmittag, darum gibt’s am späten Nachmittag nochmals einen letzten Besuch. Silvia Furger kontrolliert und reinigt die Eier. Jedes einzelne Ei wird in die Hand genommen und genauestens angeschaut. Im Sommer sitzen die Hühner mit leicht aufgeschlagenen Flügeln zum Kühlen auf ihren Stangen und verbringen den Tag draussen. Am liebsten an schattigen Plätzchen. Wird es dunkel, geht’s zurück in den Stall. Im Winter, bei Kälte und Neuschnee, bleibt man lieber drinnen. Der Fuchs hat sein Glück auch schon versucht, doch ein Elektrozaun schützt zuverlässig vor Meister Reineke.

«Geht’s den Tieren gut, geht’s uns gut», so das Motto von Silvia Furger. Sie liebt ihre Hühner und staunt immer wieder darüber, wie feinfühlig und sensibel die Tiere sind. «Unsere Stimmen kennen sie. Aber schon wenn ich mal ohne meine Stallschürze einen Besuch mache und etwas ungewohnter aussehe, merke ich, wie die Tiere etwas nervöser sind. Durch zureden gebe ich mich zu erkennen und sofort beruhigen sie sich.»

Jeden Tag kommen so an die 160 bis 170 Eier zusammen, 80 bis 90 Gramm schwere reine Bio-Eier aus Vals. Auch das Hühnerfutter ist natürlich Bio. Drei Mal die Woche werden die Eier vom 7132 Hotel abgeholt. Vor Furgers Haustüre steht ein Kühlschrank und eine Kasse – die Eier sind auch bei den Valserinnen und Valsern beliebt.  

Wären Sie nun beim Morgenessen im Saal des Restaurants 7132 Red, hätten Sie die Wahl: Spiegelei, Pochiertes Ei (das übrigens nur mit legefrischen Eiern gelingt), Rüherei, französische Omelette oder ein Minuten-Ei: die Frühstückskarte nur für die Eierspeisen lässt keine Wünsche offen. Aber auch für alle anderen Gerichte vom Red oder vom Restaurant 7132 Silver werden ausschliesslich Bio-Eier von Silvia und Armando Furger verwendet.

Zurück zum 7132 Blog